Ruhe vor dem Sturm? 5 Bitcoin-Preisfaktoren, die es diese Woche zu beobachten gilt

Die Beruhigung der Aktienmärkte bildet den Hintergrund für einen ruhigeren Status quo für Bitcoin, aber bevorstehende Ereignisse könnten die Stimmung bald ändern.

Bitcoin (BTC) beginnt eine neue Handelswoche in einem vertrauten Korridor unter 10.000 $ – wird es dort bleiben oder kommt tatsächlich Volatilität auf?

Der wöchentliche Newsletter von Cointelegraph Markets gibt Ihnen fünf Faktoren, die die Kursentwicklung von Bitcoin in den kommenden Tagen beeinflussen.

Aktien erholen sich von Coronavirus-Sorgen

Der Beginn dieser Woche markiert einen deutlichen Kontrast zum vergangenen Montag. Die Sorgen um das Coronavirus haben nachgelassen und damit auch die Volatilität der Aktienmärkte.

Die allgemeinen Bedingungen für Aktienterminkontrakte bleiben unsicher, sind aber im Vergleich zu vor sieben Tagen stabiler.

Damit konnte Bitcoin Evolution am Wochenende plötzliche Bewegungen vermeiden und bewegte sich weiterhin innerhalb eines begrenzten Korridors zwischen 9.200 und 9.500 $.

9.500 $ bilden seit mehreren Wochen einen Brennpunkt für BTC/USD, und der Widerstand darüber erwies sich als schwer zu schlagen.

Cointelegraph bemerkte in unserem letzten Newsletter, dass trotz Anzeichen einer „Abkopplung“ von Bitcoin von den Makromärkten seit März weiterhin breite Korrelationen bestehen. Untersuchungen haben ferner ergeben, dass BTC/USD historisch gesehen sehr stark mit dem S&P 500 korreliert ist.

Bitcoin-Schwierigkeit und Hash-Rate stabilisieren sich

Ein weiterer Kontrast besteht in der Form der Netzwerk-Grundlagen von Bitcoin.

Transaktion bei Immediate Edge einer BrieftascheIn der vergangenen Woche bereiteten sich die Bergarbeiter auf die größte Anpassung nach oben seit zweieinhalb Jahren vor. Diesmal sind die Bedingungen wesentlich ruhiger, und die nächste Anpassung in neun Tagen wird derzeit auf bescheidene 5,6 % festgelegt.

Ebenso hat sich die Haschischrate im Bergbau von Bitcoin in den letzten Tagen eingependelt und blieb bei durchschnittlich 105 EH/s, nachdem sie nach der Anpassung 111 EH/s betrug.

Diese Entspannung erfolgt, nachdem die Daten gezeigt haben, dass seit der Halbierung der Blocksubventionen im Mai mehr Haschischleistung in das Bitcoin-Netzwerk eingeflossen ist als je zuvor seit Beginn des Bullenlaufs im Jahr 2017.

BTC-Optionen rüsten sich für massiven Verfall

Dieser Freitag ist wieder einmal die entscheidende Zeit für Bitcoin-Derivate. Wie Cointelegraph berichtete, werden am 26. Juni fast 1 Milliarde Dollar an Optionen verfallen.

Solche Ereignisse haben die Preisstimmung bei Bitcoin unmittelbar davor tendenziell beeinflusst. Dieses Mal scheint die vorherrschende Stimmung bullish zu sein, wobei die Mehrheit der Optionen „Call“-Optionen sind, die sich auf die 10.000 $-Marke konzentrieren.

In der Zwischenzeit hat das Volumen auf den Bitcoin-Futures-Märkten in den letzten Tagen kaum Anzeichen eines Aufwärtstrends gezeigt, während das Open Interest ebenfalls stagnierte.

Futures vermieden eine „Lücke“ über das Wochenende aufgrund der fehlenden Preisvolatilität von Bitcoin – wenn die Märkte an einem anderen Ort öffnen als an dem, an dem sie am vorherigen Freitag geschlossen haben, tendiert BTC/USD dazu, zu steigen oder zu fallen, um das „Vakuum“ zu füllen.

Devisenreserven kehren zum Abwärtstrend zurück

Die an den Börsen gehandelten Bitcoin-Münzen sind nach der Halbierung wieder im Abwärtstrend begriffen, nachdem sie in die Höhe geschnellt waren.

Laut Daten der On-Chain-Überwachungsressource CryptoQuant sind die Devisenreserven nun wieder auf fast zwei Jahrestiefstständen.

Händler, die Gelder von den Börsen abwandern, legen den Wunsch nahe, kurzfristig zu halten, anstatt Münzen für den Fall von Volatilität zum Verkauf bereitzuhalten.

Am 21. Juni befanden sich in den Börsengeldern 2,35 Millionen BTC. Im Gegensatz dazu erreichten die Reserven am 13. März – als BTC/USD auf 3.600 $ abstürzte – einen Höchststand von 2,73 Millionen BTC.

Weder Angst noch Interesse?

Was das Thema Händler betrifft, so scheint es, dass sogar ihre Stimmung Anzeichen einer langsamen Wende zeigt – von bärisch zu neutral oder besser.

Nach den jüngsten Messwerten des Crypto Fear & Greed Index zeigt die Stimmung der Händler Anzeichen einer Erholung, nachdem in der vergangenen Woche „Angst“ aufblitzte.

Auf einem Chart von 0 bis 100 berücksichtigt der Index mehrere Faktoren, um zu beurteilen, ob Händler zu zinsbullisch oder zu rückläufig sind.

Der Stand vom Montag von 38/100 ist ein Punkt höher als am Wochenende. Seit der Halbierung liegt der am stärksten zinsbullische Wert für den Index bei 56, während 37 den Tiefststand markierte.

Gleichzeitig zeigen die Daten von Google Trends, dass das allgemeine Interesse an Bitcoin nun auf dem niedrigsten Stand seit dem Absturz im März ist. Das Phänomen war bereits Ende letzten Monats sichtbar, als die Halbierung aus dem Rampenlicht verblasste.